Anfängerkurs ZeitreisenNur wer die Angst vor der Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, bewältigt, verliert auch die Angst vor dem Ungewissen, der Zukunft. Handeln oder auch nichthandeln funktioniert allerdings nur in der Gegenwart. Nur die Gegenwart ist real. Muß man euch denn die einfachsten Dinge erklären?
1. Wir reisen in die VergangenheitDie weitesten Reisen macht man im Kopf. Auch Zeitreisen. +++ Anzeige +++
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+++ Anzeige +++ EndeBevor wir ziel- und planlos die Zukunft verschandeln schauen wir uns die Vergangenheit an. Als Vehikel benutzen wir eine Suchmaschine. Suchmaschinen bedienen lernen ist oberste Netzbürgerpflicht!Für Zeitreise Datum eingeben:
z.B.: Archiv Sonntag, den 6. Oktober 1970 Englisch ist die Sprache des weltweiten Spinnennetzes. Und wer noch kein Englisch kann, kann es lernen. Überall. Für das Lernen an sich gibt es keine Altersbegrenzung. Was Fritzchen nicht lernt, lernt Fritz tausendmal besser. Weil er schon cooler ist und Interessiert ist.
Wanderer! Viel Glück und viel Segen auf all' deinen Wegen. He Wanderer! Und Zähneputzen nicht vergessen. |
Geister die ich riefEinstmals in unserer Not die Dienste dankbar angenommen, haben sich hilfsbereite Geister ganz langsam und unmerklich über Jahre, manchmal auch Jahrzehnte zu einer lästigen hinterfotzigen Plage entwickelt die wie Hund an unseren Schuhsohlen festpappt. Nach guter alter Tradition, unter Berufung auf J.C., bedanken wir uns bei diesen Geistern, um sie dann mit Bestimmtheit dorthin zurück zu schicken wo sie hergekommen sind. Fluchen, Schimpfen, Spotten, Schmeicheln, Betteln, Flehen, Jammern und Retour beachten wir nicht.
Und wir müssen sie mit
Namen benennen:
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2. Ankunft und beharren in der GegenwartNachdem wir unsere Vergangenheit vollständig kennengelernt haben, festgestellt haben, daß andere auch nur mit Wassser kochen, können wir es uns in der Gegenwart so richtig schön gemütlich machen. Es gibt Menschen die während der Arbeitszeit mit ihren Gedanken zu Hause sind und wenn sie dann zu Hause ankommen sind sie mit ihren Gedanken schon im nächsten Tag bei der Maloche. Das ist kein verweilen in der Gegenwart. Zu diesem Thema findet man in Buchläden unter dem Oberbegriff Lebenshilfe ganze Abteilungen. Unter dem peinlichen und Abscheu erregenden Begriff "Selbstfindung" kann man sein gutes Geld nicht nur sinnlos in Bücher investieren sondern auch Kurse buchen. Alles das hält uns davon ab in der Gegenwart anzukommen und dort zu verweilen. Dagegen ist das hinsetzen in der Fußgängerzone, falls dort noch Bänke vorhanden sind, und dort zu verweilen, die Menschen zu beobachten und das solange bis dieses hin- und herlaufen sinnlos erscheint, eine gute Übung um in der Gegenwart anzukommen. |
Das hinsetzen in der Fußgängerzone und einfach nur zu beobachten erscheint diesen Leuten genauso sinnlos wie uns deren treiben. Alles was solchen Hin- und Herlaufmenschen sinnlos erscheint sind gute Übungen um in der Gegenwart anzukommen. In meiner Jugend gab es kaum einen Frisör bei dem man einen Termin brauchte um sich 10 Minuten die Haare schneiden zu lassen. Warten war wilkommene Gelegenheit Gegenwart zu üben. Frisöre die Termine vergeben, an die man dann denken muß, stehlen wertvolle Lebenszeit und sollten gemieden werden. Sich bewußt der Langeweile auszusetzen ist eine gute Übung. Für diese Hin- und Herlaufmenschen eine Tortur, eine Pein vor der sie uns bewahren und retten möchten. Diese Hin- und Herlaufmenschen. Genau dieses habe ich bis heute nämlich noch nicht herausgefunden. Vielleicht kann mir da jemand mal eine Mail schicken, zu dem Thema und so. Wie verteidigt man dieses Gold, die Muße, gegen diese Unentwegten die immer irgendwas unternehmen müssen? Als Einstiegsübung noch ein Link:Hier endet, was dereinst begann |
3. Zeitreisen in die ZukunftTun wir doch sowieso. Jede Stunde, jeden Tag, unser ganzes Leben lang. Damit könnte dieses Kapitel schon abgeschlossen sein. Richtig! Ist es nicht. Der Konjunktiv hat mich verraten. 3.1 Den Blick für die Zukunft freischaufelnErst kommt die Arbeit. Wie in Kapitel 1 Anker der Vergangenheit aufgespürt und soweit wie möglich durch Gegenwartsübungen in Kapitel 2 gelockert wurden, spüren wir nun unnötige Anker die wir bereits in die Zukunft geworfen haben auf und beseitigen sie soweit möglich und nützlich. Ein unnötig in die Zukunft geworfener Anker war das Beispiel mit dem Frisör der Termine vergibt. Weg damit. Der zeitliche Aufwand den es kostet einen Frisör, am besten in der Nähe, zu finden bei dem man auch mal eine Stunde warten kann, lohnt sich, wenn man Muße als Wertfaktor akzeptiert und gegenrechnet. Terminkalender im privaten Bereich gehören verboten. Ich bin jahrelang ohne sowas ausgekommen, mache nun schon mal Notizen, schaue sie mir aber nie wieder an. Falls sich ein Terminkalender nicht vermeiden läßt, so lassen sich doch unnötige Einträge vermeiden. Z.B. die betriebliche Weihnachtsfeier im Oktober festgelegt, findet aber im Dezember statt. Zwei Tage vor der Feier reden die Kollegen doch sowieso von nichts anderem. Man bekommt solche Ereignisse schon rechtzeitig mit ohne einen Eintrag in einem Terminkalender vorzunehmen. Und wenn ich die Weihnachtsfeier vergesse? Die Frage würde ich bestimmt von neunmalklugen tausendfach per Mail gefragt werden, würde ich sie nicht hier und jetzt beantworten. Also was? Betriebliche Weihnachtsfeier vergessen? Na und! Jedes Jahr, es sind immer die selben, fehlen Menschen bei der Feier. Je nach Betriebsklima mit mehr oder weniger gut ausgetüftelten Alibis. Die Wahrheit, einfach vergessen, sorgt bestimmt für einigen Gesprächsstoff. Die Schwätzer sind beschäftigt und man hat seine Ruhe. |
Ausreichende Zeitreisegeschwindigkeit (1)Ein normaler Zeitreisender, selbst wenn er die Bettdecke in seinem vollgepubsten Bett über den Kopf zieht, reist mit ca. 463 m/s, Metern pro Sekunde, in die Zukunft. (~= soll gerundete oder für das Verständnis ausreichend genaue Werte bezeichnen)
Durchmesser Erde
Ein Erdentag Umrechnung Sekunden:
Kreisumfang:
Erdumfang:
(zu 1) Nicht berücksichtigt wurden u.a.:
Übung:Rechnen sie ihr Lebensalter und das einiger Bekannter in zurückgelegte Kilometer um. Senden sie das Ergebnis an irgendwen den es interessieren könnte. Einsendeschluß:Jetzt |
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So. Nachdem unnötige Anker, die wir in die Zukunft geworfen haben, aus unseren Terminkalendern, oder besser noch aus unserem Leben verbannt haben und ein Umsatzplus von 100 Mußeeinheiten verzeichnen können, wird der Blick auch klarer für Dinge die sich in der Zukunft abzeichnen. Das meinte ich mit: "Den Blick für die Zukunft freischaufeln". |
Das Dinge im Leben anders kommen als man denkt, wer kennt das nicht, die kleinen Unwägbarkeiten. Mit genügend Ruhe, Muße, geht uns das auch am Gesäß vorbei. Und wenn es dann mal richtig fett kommt, mittlere odere größere Lebenskatastrophen am besten noch in Serie, können wir froh sein nicht auch noch mit Banalem belastet zu sein. |
3.2 Samen in die Zukunft werfenWer die vorhergehenden Lektionen nur durchgelesen hat und nun einfach mal beschließt die Zukunft aktiv zu gestalten, kann übel Schiffbruch erleiden
Nach vorn Für Menschen die 20 Jahre lang im Urlaub den gleichen Campingplatz besuchen und für die diese vermeintliche Sicherheit, alles so vorzufinden hoffen, wie man es zu kennen glaubt, ist dieses Kapitel sowieso nicht gedacht. Zeitreisen bedürfen eines gewissen "No Risk No Fun" Gefühls, jedoch keinen blinden "mal schauen was passiert wenn" Aktionismus.
Nochmal: Wir haben es uns so richtig moppelig schön in der Gegenwart
eingerichtet, einen festen Stand, die Zukunft rast auf uns in einem
Affentempo zu um in der Vergangenheit genauso schnell
hinter uns wegzutauchen. Und der Verwegene wirft nun Samen in die Zukunft um auf seinem weiteren Weg links und rechts Rosen vorzufinden, beim entgegenwachsen zuzuschauen. Manchmal sind es auch nur Dornenhecken. Der Unterschied ist gering und Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Nach vorn Darum ist richtige Planung und Muße wichtig. |
Fehlplanung, Beispiel: 1. bemannte MarsmissionDie Planung der ersten bemannten Raumfahrt zum Mars hat soviel Energie, Zeit und Geld gekostet, das für die Ausführung, auf die schließlich nach diesem gigantischen Planungsdebakel die ganze Welt wartete, kein Geld mehr übrig war. Das führte zu einer peinlichen abgespeckten und auch fehlgeschlagenen ersten Mission zum Mars. Die Rakete war zwar ein ausgezeichnetes Hightechprodukt, war aber in der Herstellung so preiswert, das der Hersteller nichts daran verdienen konnte und schließlich Konkurs anmelden mußte. Der Astronaut konnte dank ausgetüftelter Techniken weite Strecken ohne Sauerstoff auskommen, ist jedoch am Spieltrieb der Biogenetiker gescheitert. Wenn man das Bild genauer betrachtet wird man eine frappierende Ähnlichkeit des Astronauten mit The King, Elvis Presley, feststellen. Ohne Sauerstoff konnte er zwar lange aushalten, nicht jedoch ohne von Fans bejubelt zu werden. Die Genetiker hatten mit der Erschaffung dieses Astronauten zwar auch Humor bewiesen, aber es fehlte an Kenntnissen über den Lebenslauf von Elvis. Die Mission ging am Mors vorbei. |
[Fortsetzung folgt...,demnächst,... irgendwann,...]
© 2002 D. Sax